In den Geschöpfen den Schöpfer erschauen?
Drei Argumente für Gottes Existenz

In den Geschöpfen den Schöpfer erschauen?
Drei Argumente für Gottes Existenz
Seit meiner Jugend treiben mich drei Fragen um: Erstens, warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts? Zweitens: Warum sind die Dinge so, wie sie sind, obwohl sie offenbar auch ganz anders sein könnten? Drittens: Wenn nicht alles moralisch erlaubt ist, warum ist das eigentlich so?
Der antike Philosoph Platon bezeichnete das Staunen als den Anfang der Philosophie. Das Staunen über die großen Fragen eröffnete mir auch einen Zugang zur Bedeutung des Gottgedankens. Schon als Jugendlicher wurde mir irgendwann klar: Wenn es überhaupt vernünftige Antworten auf die Fragen nach dem Woher, dem Wohin und dem Sinn gibt, dann haben sie wohl mit Gott zu tun.
Im Rahmen meiner akademischen Tätigkeit durfte ich mich in den vergangenen Jahren wiederholt mit den Gottesbeweisen auseinandersetzen. Dabei spreche ich lieber von philosophischen Argumenten für Gottes Existenz, die nicht am Maßstab mathematischer Beweise gemessen werden sollten.
Drei Beispiele für solche Argumente, die zugleich Antworten auf die oben gestellten Fragen darstellen, möchte ich im Folgenden vorstellen: eine Version aus der Familie der kosmologischen Argumente, eine Version aus der Familie der teleogischen Argumente sowie eine Version aus der Familie der moralischen Argumente.
Ein kleines Plädoyer für die kerygmatische und katechetische Bedeutung philosophischer Theologie beschließt den Beitrag. Philosophische Argumente für die Existenz Gottes sind nicht nur von akademischer Bedeutung, sondern bilden einen zentralen Anknüpfungspunkt für die Verkündigung und Aufnahme der christlichen Botschaft als Wort Gottes. Das gilt besonders für eine säkulare Gesellschaft, in der der theistische Horizont zunehmend verblasst und das Wort Gott für viele mehr oder weniger zu einem Fremdwort mutiert ist.
1 . Das kosmologische (Kontingenz)Argument
Der Ausgangspunkt der Kontingenzarguments ist die Annahme: Es muss eine Erklärung dafür geben, dass unser Universum existiert. Das Argumentationsziel lautet: Die Existenz eines Universums, das auch nicht existieren könnte, lässt sich letztlich nur durch eine von ihm verschiedene Ursache erklären, die aus der Notwendigkeit ihres eigenen Wesens existiert. Eine solche Ursache, die wir Gott nennen, existiert notwendigerweise, wenn es unmöglich ist, dass sie nicht existiert. Das Argument lässt sich wie folgt darstellen:
- [Prämisse] Für alles, was existiert, gibt es eine Erklärung seiner Existenz (entweder in der Notwendigkeit seines eigenen Wesens oder in einer externen Ursache).
- [Prämisse] Das Universum existiert.
- [Zwischenfolgerung] Es gibt eine Erklärung für die Existenz des Universums. [aus (1.), (2.)]
- [Prämisse] Die Existenz des Universums lässt sich nicht aus der Notwendigkeit seines eigenen Wesens erklären.
- [Prämisse] Die Existenz des Universums lässt sich abschließend nicht durch nicht-notwendige Ursachen erklären.
- [Folgerung] Also lässt sich die Existenz des Universums sich nur durch eine externe Ursache erklären, die aus der Notwendigkeit ihres eigenen Wesens existiert. [aus (3.), (4.), (5.)]
- [Entfaltung] Die Ursache des Universums, die aus der Notwendigkeit ihres eigenen Wesens existiert, lässt sich mit dem identifizieren, was Gott genannt wird.
Die Begründung für Annahme (5.) lautet: Der Verweis auf eine externe Ursache, die selbst nicht aus der Notwendigkeit ihres Wesens existiert, würde das Erklärungsproblem nur verschieben. Ja, selbst wenn eine real (d. h. nicht nur gedanklich) existierende unendliche Kette solcher Ursachen möglich wäre – wogegen gute Gründe sprechen –, bliebe die Existenz einer solchen unendlichen Kette erklärungsbedürftig. Es wäre in etwa so, wie wenn man die Existenz eines Menschen damit erklärte, dass seine Eltern ihn gezeugt hätten: Das würde die Frage nach der Existenz seiner Eltern nach sich ziehen. Und selbst wenn es eine unendliche Kette von Eltern gäbe, hätte ich immer noch nicht abschließend erklärt, warum es Menschen im Allgemeinen und diesen Menschen im Besonderen überhaupt gibt.
Gott muss diesem Argument zufolge eine notwendig existierende, unvorstellbar mächtige Wirklichkeit sein, die das Universum hervorgebracht hat. Wenn etwas notwendig existiert und also nicht nicht-existieren kann, dann ist es darüber hinaus auch ewig (ohne zeitlichen Anfang und Ende), unverursacht und immateriell.
Außerdem spricht das Argument dafür, dass Gott eine personale Wirklichkeit ist, die das Universum nicht notwendig, sondern aus freier Entscheidung hervorbrachte. Eine mögliche Begründung lautet: Wäre es notwendig, dass Gott das Universum verursacht, so wäre die Existenz des Universums selbst notwendig. Dies aber würde Annahme (5.) widerstreiten, die man bei der Diskussion um die begrifflichen Implikationen der Konklusion bereits akzeptiert hat.
Die Diskussion des Arguments dreht sich vor allem um die Fragen, (i) ob die Existenz des Universums ein nicht weiter erklärbares factum brutum sein könnte. In diesem Fall könnte nicht einmal ein Wesen, das alles weiß, was man wissen kann, die Wirklichkeit gänzlich erkennen und verstehen. Sie wäre in wesentlichen Teilen nicht intelligibel, sondern absurd. Wer negiert, dass es eine Erklärung für die Existenz des Universums gibt, der untergräbt letztlich das Projekt der Wissenschaften. Die andere Frage lautet, ob es denkbar ist, dass (ii) das Universum wider allen Anschein notwendig existiert. Letzteres ist aber sehr unplausibel. Soll man etwa annehmen, dass es Elementarteilchen gibt, aus denen alles aufgebaut ist, deren Anzahl und Struktur nicht anders sein kann als sie ist?
Meine erste Frage war: Warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts? Im Licht des skizzierten Arguments wäre zu antworten: Weil es eine notwendig existierende Wirklichkeit gibt – Gott –, die das nicht-notwendig existierende Universum hervorgebracht hat.
2 . Das Finetunig-Argument
Das Finetuning- oder Feinabstimmungs-Argument geht von der Beobachtung aus, dass die Grundkräfte und Naturkonstanten unseres Universums (z. B. starke und schwache Kernkraft, Gravitation, kosmologische Konstante, Entropie usf.) so fein aufeinander abgestimmt sind, dass bereits minimalste Abweichungen die Entstehung von Leben unmöglich gemacht hätten.
Die kosmische Feinabstimmung bedarf einer Erklärung. Als Erklärung kommen entweder Zufall, Notwendigkeit oder Design in Betracht. Da Zufall extrem unwahrscheinlich (so unwahrscheinlich wie ein x-facher Lotto-Jackpot) und Notwendigkeit extrem unplausibel ist, bleibt nur die Möglichkeit eines unvorstellbar mächtigen und intelligenten Planers und Schöpfers. Genau das aber bezeichnet man herkömmlich als Gott.
1 . [Prämisse] Die kosmologische Feinabstimmung ist das Ergebnis von
- (a) physikalischer Notwendigkeit
- (b) Zufall
- (c) Design.
2 . [Prämisse] Die kosmologische Feinabstimmung ist nicht das Ergebnis von (a) physikalischer Notwendigkeit oder (b) Zufall.
3 . [Folgerung] Also ist die kosmologische Feinabstimmung das Ergebnis von (c) Design. [aus (1.) & (2.)]
4 . [Begriffliche Entfaltung von (3.)] Also gibt es einen unvorstellbar mächtigen, höchst intelligenten, transzendenten, von der Welt verschiedenen Designer, den wir Gott nennen.
Die Diskussion des Finetuning-Arguments betrifft vor allem die Wahrscheinlichkeitseinschätzungen. Kritiker des Fine-Tuning-Arguments brachten zudem die Multiversen-Hypothese ins Spiel: Existierten gleichzeitig viele, vielleicht sogar unendlich viele Paralleluniversen mit zufällig verteilten Werten der physikalischen Grundkräfte und Naturkonstanten, so wäre es statistisch gesehen nicht mehr völlig unwahrscheinlich, dass einige wenige davon feinabgestimmte Universen wären. Die Multiversums-Hypothese hat zwar einige Anhänger, sie hat aber auch mit großen Problemen zu kämpfen, von denen einige kurz benannt seien:
a. Es scheint für die Multiversen-Hypothese bislang keine empirischen Anhaltspunkte zu geben, weswegen man von einer metaphysischen Spekulation sprechen muss.
b. Zudem fragt sich, ob ein Multiversum nicht selbst einer Erklärung bedürfte: Warum existiert es überhaupt und warum ist es so beschaffen, dass unser Universum möglich ist?
c. Weiters lässt sich dafür argumentieren, dass eine theistische Erklärung einfacher und insofern vorzuziehen ist.
d. Sodann ist fraglich, ob ein Multiversum überhaupt schlüssig zu erklären vermag, warum unser Universum feinabgestimmt ist. Die Begründung lautet: Ein Multiversum ohne empirische Belege zu postulieren, ist ein wenig so, wie wenn man den für sich genommen unwahrscheinlichen Umstand, dass ein auf einer Schreibmaschine tippender Affe den Prolog des Johannesevangeliums produziert, damit erklärte, dass in zahllosen Paralleluniversen Affen ebenfalls vor sich hin tippten und dabei alle möglichen Buchstaben-kombinationen zu Papier brächten. Mit solchen Spekulationen ließe sich jedes noch so unwahrscheinlich erscheinende Ereignis in ein wahrscheinliches verkehren!
e. Insgesamt stellt die Multiversen-Hypothese eine bloße Spekulation, ja ein Ad hoc-Argument dar, sofern sie nur ins Spiel gebracht wird, um der Schlussfolgerung des Fine-Tunig-Arguments zu entgehen. Richard Swinburne, ein bedeutender zeitgenössischer Erkenntnistheoretiker und Religionsphilosoph, urteilte von daher: «Eine Billion Billionen andere Universen vorauszusetzen statt eines Gottes, um die Ordnung des Universums zu erklären, kommt dem Gipfel der Irrationalität gleich.»[1]
Zurück zur Frage: Warum ist alles so und nicht ganz anders? Gemäß dem Finetuning-Argument eröffnet sich folgende Antwort: Weil das Universum und seine Ordnung sich dem Wirken eines unvorstellbar intelligenten Planers und Schöpfers verdanken.
3 . Das moralische Argument
Die Existenz objektiver moralischer Werte wie der Menschenwürde und moralischer Pflichten wie „Man soll Menschen nicht zum Spaß zu quälen, weil dies immer, überall und für jeden moralisch falsch ist“, ist erklärungsbedürftig. Worin gründen sie? Solche Werte und Pflichten liegen gesellschaftlichen Vereinbarungen voraus und können daher nicht durch sie erklärt werden. Worin gründet ihre Existenz? Worin gründet ihre Autorität? Im Rahmen eines populär-materialistischen Weltbildes, in dem Menschen nichts anderes als kompliziert organisiert Materie sind, scheinen objektive moralische Werte und Pflichten keine Grundlage zu haben. In einem solchen Weltbild sind Menschen nichts weiter als intelligente Tiere, die niemandem verpflichtet sind. Eine Alternative dazu wäre, dass objektive moralische Werte und Pflichten in einer transzendenten, personalen Wirklichkeit gründen, die will, dass wir das Gute tun, weil sie selbst vollkommen gut ist.
Eine solche Wirklichkeit wäre eine unüberbietbare moralische Autorität. Sie wäre nicht nur der Maßstab des Guten, sondern auch der moralische Gesetzgeber. Eine solche Wirklichkeit aber nennen wir Gott. In einer (halb)formalisierten, vereinfachten Form lautet das moralische Argument wie folgt:
- [Prämisse] Wenn Gott nicht existiert, gibt es keine objektiven moralischen Werte und Normen.
- [Prämisse] Es gibt objektive moralische Werte und Normen.
- [Folgerung] Also existiert Gott. [aus (1.) & (2.)]
Das moralische Argument verweist auf Gott als vollkommen gute, personale Wirklichkeit. Sie würde erklären, warum wir allem Anschein nach unter dem unverhandelbaren sittlichen Anspruch stehen, das Gute zu tun und das Böse zu meiden, ohne dies z. B. auf Nutzenerwägungen oder Klugheitskalküle zurückführen zu können.
Die Stichhaltigkeit des moralischen Arguments hängt maßgeblich davon ab, ob der in Prämisse (1.) angenommene Bedingungs-Zusammenhang zwischen Gott und Moral besteht. Wenn das der Fall ist, müssten nicht-theistische Fundierungsvorschläge objektiver moralischer Werte und Pflichten sich als ungenügend erweisen lassen. Einige neuere Untersuchungen widmen sich dieser Aufgabe.[2]
Das moralische Argument lässt sich auch als Schluss auf die beste Erklärung formulieren. In diesem Sinn könnte man argumentieren, dass die Existenz von objektiven moralischen Werten und Normen wahrscheinlicher ist, wenn Gott existiert als wenn Gott nicht existiert. Im ersten Fall hätten sie nämlich ein Grundlage in einer notwendig existierenden, vollkommen guten, personalen Wirklichkeit, während sie im zweiten Fall als facta bruta aufzufassen wären.
Meine dritte Frage lautete: Warum ist nicht alles erlaubt? Wir können im Licht des moralischen Argumentes antworten: Weil Gott vollkommen gut ist und von daher will, ja moralisch verpflichtet, dass vernunftbegabte Geschöpfe, wie wir es sind, das Gute tun und das Böse meiden.
4 . Ein vorläufiges Fazit
Die skizzierten Argumente antworten auf drei Fragen. Erstens: Warum gibt es überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts? Antwort: Weil es eine notwendig existierende Wirklichkeit gibt – Gott –, die das nicht-notwendig existierende Universum hervorgebracht hat. Zweitens: Warum ist alles so und nicht ganz anders? Antwort: Weil das Universum und seine Ordnung sich nicht dem Zufall, sondern dem schöpferischen Wirken eines unvorstellbar intelligenten Planers verdanken. Drittens: Warum ist nicht alles erlaubt? Antwort: Weil Gott vollkommen gut ist und von daher will, ja moralisch verpflichtet, dass vernunftbegabte Geschöpfe, wie wir es sind, das Gute tun und das Böse meiden.
Freilich gibt es zu jedem dieser Argumente Regale an Fachliteratur. Soweit ich sehe, lassen sich die genannten Argumente aber gegen Einwände verteidigen. Trifft diese Einschätzung zu, so gibt es belastbare Argumente für die Existenz Gottes. Das wiederum bedeutet, dass die Erkenntnis von Gottes Existenz nicht nur eine Frage des Glaubens, sondern auch eine Frage der Vernunft ist – wie die Kirche mit Berufung auf Schrift, Tradition und Theologie lehrt.[3]
Noch einmal anders gewendet: Wenn Gott existiert, dann ist zu erwarten, dass verschiedene Merkmale und Strukturen der Welt nicht selbst-erklärend sind, sondern sich vielmehr als erklärungs-bedürftig erweisen. Es wäre zu erwarten, dass sie über sich selbst hinaus auf eine geistige Wirklichkeit verweisen, der sich die Welt und ihrer Ordnung verdankt. Wenn Gott hingegen nicht existierte, dann wäre all das nicht zu erwarten. Der Atheist muss daher verneinen, dass es erklärungsbedürftige Merkmale und Strukturen der Welt gibt, die über sich hinaus auf Gott verweisen. Hingegen sollte der Theist sich nicht nur zur Existenz Gottes bekennen, sondern er sollte auch benennen können, warum es plausibler ist, die Welt als Gottes Werk denn als (sich selbst genügendes) factum brutum aufzufassen.
5 . Philosophische Theologie und christliche Verkündigung
Zu den epochalen Entwicklungen der neueren Zeit gehört es, dass der theistische Horizont in den westlichen Gesellschaften zunehmend wegbricht – und mit ihm der entscheidende Anknüpfungspunkt für die Botschaft von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.
Die christlichen Kirchen wirken angesichts dieser gesellschaftlichen Entwicklung hilflos. Nicht selten wird die Tragweite des Geschehens sogar verkannt, man ist ratlos, man macht einfach so weiter wie bisher oder läuft allen gesellschaftlichen Trends hinterher.
Ich neige zur Auffassung, dass es in der akademischen Theologie, ohne deren Einfluss zu überschätzen, nicht selten zu Fehleinschätzungen und Versäumnissen gekommen ist. Die philosophischen Argumente für Gottes Existenz sind, wenigstens in ihren besten Versionen, viel besser als ihr Ruf!
Wirft man jedoch einen Blick in die in den letzten Jahrzehnten entstandenen Einführungen in die Fundamentaltheologe, stellt man fest, dass diese Argumente – sowohl klassische als auch zeitgenössische –, dort oft eher beiläufig, oberflächlich oder unzulänglich abgehandelt werden, sofern sie denn überhaupt zu Sprache kommen.
Auch andere Argumente der klassischen Apologetik, die jeder Student der Theologie gründlich kennen und vermitteln können sollte, sucht man in den fundamentaltheologischen Einführungen und Handbüchern der letzten Jahrzehnte nicht selten vergeblich. Eine Theologie, die rationale Argumente derart geringschätzt, hinterlässt auf die Dauer jedoch einen schalen Beigeschmack. Sie vermag nicht mehr so recht an das Wahrheitsgewissen kritisch fragender Menschen zu appellieren.
Von daher meine ich, dass die Anstrengungen der Neuevangelisierung postchristlicher Gesellschaften unter anderem auch auf eine kompetente Vermittlung der besten verfügbaren Argumente für Gottes Existenz setzen wird müssen – oder jedenfalls nicht auf sie verzichten kann. Die geistige Atmosphäre säkularer Gesellschaften prägt das Lebensgefühl der Menschen und immunisiert sie bis zu einem gewissen Grad gegenüber der christlichen Verkündigung. Gleichwohl bin ich überzeugt, dass es auch in unseren Tagen nicht wenige Menschen gibt, die sich in ihrer Überzeugungsbildung an den verfügbaren Belegen und Argumenten orientieren möchten das nach bestem Wissen und Gewissen auch tun.
Weiterführende Literatur
Baggett, David & Walls, Jerry L.: Good God. The Theistic Foundations of Morality, Oxford University Press: Oxford 2011
Baggett, David & Walls, Jerry L.: The Moral Argument, A History, Oxford University Press: Oxford 2019
Bromand, Joachim & Kreis Guido (Hgg.): Gottesbeweise. Von Anselm bis Gödel, Suhrkamp: Berlin 2011
Craig, William Lane & Morleand, J.P. (Hgg.): The Blackwell Companion to Natural Theology, Wiley-Blackwell: Oxford 2012
Craig, William Lane: Reasonable Faith: Christian Truth and Apologetics, Crossway Books: Wheaton, Illinois 32008
Feser, Edward: Five Proofs of the Existence of God, Ignatius Press: San Francisco 2017
Kraschl, Dominikus: Indirekte Gotteserfahrung. Ihre Natur und Bedeutung für die theologische Erkenntnislehre, Herder: Freiburg 2017
Rasmussen, Joshua: How Reason Can Lead to God. A Philosophers Bridge to Faith, Inter Varsity Press: Downers Grow 2019
Anmerkungen
- R. Swinburne, Is there a God? Oxford Press: Oxford 1996, 68. ↑
- Vgl. z. B. Baggett, David & Walls, Jerry L.: Good God. The Theistic Foundations of Morality, Oxford University Press: Oxford 2011. ↑
- Vgl. Weish 13,5 [EÜ]: „[D]enn von der Größe und Schönheit der Geschöpfe lässt sich auf ihren Schöpfer schließen.“ Eine wortgetreuere Übersetzung könnte lauten: „Aus der Größe und Schönheit (dóxa) der Geschöpfe wird durch Analogie (análogos) deren Schöpfer erschaut (theoretetai). Die Kirche lehrt am I. Vatikanischen Konzil: ,,Die heilige Mutter Kirche hält fest und lehrt, dass Gott, der Ursprung und das Ziel aller Dinge, mit dem natürlichen Licht der menschlichen Vernunft aus den geschaffenen Dingen gewiss erkannt werden kann“ (DH 3004) [Vgl. DH 3026; DV 6.]. Der Mensch wäre ohne diese Befähigung nicht imstande, Gottes geschichtlicher (Selbst)Offenbarung zu erfassen und ihr verantwortet zuzustimmen. ↑
